LA GENOVESE
Hier geht es um DAS Sonntagsgericht der neapolitanischen Küche, das Ragù alla Genovese!
Woher der Name stammt ist nicht ganz geklärt. Die einen behaupten, dass der eigentliche Urspung tatsächlich Genua sei und die Neapolitaner den Teller quasi vereinnahmt hätten.
Andere wiederum führen die Bezeichnung auf genuesische Köche zurück, die in Neapel weilten und wieder andere sehen in der Bezeichnung einen Rückschluss auf den Erfinder, der mit Nachnamen wohl Genovese geheißen hat, ein in Neapel sehr weit verbreiteter Nachname.
Und auch die Zubereitung bzw. die Zutaten, sind, sagen wir mal, alla Napoletana.
Jede Familie kocht ihr eigenes Rezept. Ob Rind und Schwein gemischt, nur Rind oder nur Schwein, interpretiert jeder anders.
Ich entscheide mich für eine cleane Variante und beschränke mich auf Rinderbug und Schweinerippchen.
Dazu passt ein strukturierter Weißwein, der die nudelige Fleischwolllust kongenial ergänzt.
Der Cambrugiano aus den Marken ist ein vielschichtiger und komplexer Tropfen.
Dieser Verdicchio ist als Riserva ausgebaut und wird 12 Monate im Holz verfeinert.
Das gibt dem Wein Kraft, Struktur, Mineralität und Körper.
In der Nase Brioche, Lindenblüten, ein Hauch Vanille und röstige Nuancen. Dabei mit vitaler Frische und einer eleganten Note.
Dieser Weiße kann es mit der fleischigen Sauce der Genovese aufnehmen und macht Appetit auf mehr...
Alla salute